Heute möchte ich mal ein Loblied auf Hängewiegen und Hängematten im Allgemeinen singen. Meiner Ansicht nach sind Hängewiegen vollkommen unterschätzt und Wiegen und Stubenwagen komplett überschätzt.
Das Problem bei den meisten Wiegen und Stubenwagen ist nämlich, dass sie von rechts nach links schaukeln und das mögen Babys meiner Erfahrung nach gar nicht. Für mehr Schlaf sorgt es schon gar nicht. Auffällig ist in dem Zusammenhang, dass es in keinem Naturvolk irgendeine Schlafstätte für Kinder gibt, die von rechts nach links schaukelt – aber es gibt ganz viele Patente, die von der Decke baumeln. Ein Tuch, das einfach um einen Balken geknotet wird oder geschnitzte Holzwiegen, die mit Tüchern umbunden werden und dann auch an das Dach einer Kota gehängt werden wie bei den Ureinwohnern Lapplands. (nachzusehen in dem wunderschönen Kinderbuch über ein vierjähriges Mädchen und ihren Hund Tjappo: Elle Kari aus Lappland von Anna Riwkin-Brick und Elly Jannes, erschienen bei Friedrich Oetinger, Hamburg, 1951 – erhältlich leider nur in Antiquariaten)
In den meisten Kulturen schlafen Kinder einfach mit oder ohne ihre Eltern in Hängematten – und dabei liegen sie eigentlich immer quer drin, so dass sie vom Kopf zu den Füßen und nicht seitlich schaukeln. Von der Schlaf fördernden Wirkung einer Hängematte durfte ich mich selber einmal für vier Monate in Kolumbien überzeugen. Es ist mir sooo schwer gefallen mich wieder an ein normales Bett zu gewöhnen, denn es war wahnsinnig entspannend und ich habe seither glaube ich nie mehr so gut geschlafen, so dass ich mich manchmal frage, warum wir unser blödes Ehebett nicht einfach abschaffen und auf eine Paarhängematte umsteigen.

Brasilia Paarhängematte
Paarhängematte bei uns im Shop
Turnen könnten wir ja dann auf dem Boden oder dem Sofa.
Aber was für Erwachsene durchaus mehr Berechtigung hätte – für Babys und Kleinkinder ist es unermesslich hilfreich. Man legt sie in so ein schaukelndes Ding – übrigens am Besten nicht in ein ruhiges, abgelegenes Zimmer, sondern ruhig in die Mitte des Tohuwabohus (dann klingt alles so wie damals im Bauch – Babys im Bauch schlafen ja keineswegs nur nachts….) und sie schlafen darin besser ein, und vor allem kann man sie über die berühmten REM-Phasen, die so ein Baby ja alle 30 Minuten hat, hinüber retten (Vgl meinen Post “Fakten über Babys Schlaf” vom….). Am besten man hängt die Hängematte oder Hängewiege neben das eigene Bett und bindet eine Schnur dran. Sobald das Kleine schläft, lässt man alles stehen und liegen!!!! Nein, man räumt nicht schnell noch die Spülmaschine ein und man ruft auch nicht eben mal schnell die Oma oder die Versicherung an, sondern man legt sich sofort dazu, denn nach 30 Minuten droht so ein kleines Wesen normalerweise schon wieder auf zu wachen. Aber ihr seid ja davor gefeit, weil ihr im Halbschlaf nur schnell an der Schnur zieht, die die Wiege wieder zum Schaukeln bringt.
Die Spülmaschine könnt ihr dann später einräumen, wenn euer Kind vergnügt in der Babytrage sitzt oder wenn ihr einen ganz außergewöhnlich guten Tag erwischt habt, dann kann es ja auch sein, dass euer kleiner Schatz auch mal 5 Minuten alleine glücklich ist. Schafft man in der Zeit eine ganze Spülmaschine? Wird knapp, aber eine Waschmaschine beladen, das geht in der Zeit. Also, wohlauf – oder gefragt mit unserem indischen Freund: “Tell me, how do you Germans raise your children without hammocks?”
Wem eine Hängematte zu viel Platz weg nimmt oder irgendwie zu wild ist, dem möchten wir unsere Lieblings- Federwiege Mawok empfehlen. Wir sind glühende Fans dieser Wiege, weil wir sie mit ihrer Federaufhängung für sehr Schlaf fördernd halten und vor allem finden wir toll, dass man sie überall hin mitnehmen kann. Sie kann super praktisch über jede Tür gehängt werden. Eine Tasche zum Mitnehmen ist dabei und das Ganze wiegt unter 3 kg. Das ist besser als jedes Reisebettchen. Die Mawok Hängewiege wurde designt von der netten Schwedin Monica Landberg und ist in ihrer Heimat längst ein Geheimtipp. Wir finden diese Wiege einfach klasse und deshalb kann man sie natürlich auch über uns beziehen (an dieser Stelle sei dieser zaghafte Hinweis aus purer Begeisterung mal erlaubt):


